Grimselschiessen

Weltgeschichte im Hochgebirge

Entscheidungsschlacht am Grimselpass vor 200 Jahren
Am 14. August 1799 gelang es den in Guttannen stationierten Franzosen, den von österreichischen Truppen und einer Abteilung Walliser Jägern verteidigte Grimselpass in einem heftigen Kampf zu erobern und über den Furkapass ins Reusstal vorzustossen.
Bemerkenswert war dabei das wagemutige Umgehungsmanöver der Abteilung französischer „Chausseurs“ unter der aufgezwungenen Führung des Guttanner Wirtes Niklaus Fahner über das Nägelisgrätli.

Auszug aus „Weltgeschichte im Hochgebirge“

Am 13. August 1799, 23.00 Uhr, brachen vier Kompanien von Guttannen auf. Der 63 Jahre alte Niklaus Fahner führte sie unter ständigen Todesandrohungen vom oberen Bögli über die Felsen, Schneefelder und Gletscher der Gerstenhörner und des Nägelisgrätli in den Rücken der auf der Grimsel stehenden Österreicher. Zwischen Mitternacht und dem 14. August 1799, 01.00 Uhr, setzte sich der Rest von Gudins Truppe aareaufwärts in Bewegung. Eine halbe Marschstunde unterhalb des Hospiz erwarteten die Österreicher Gudin.
Die Talbevölkerung hatte unter der fremden Besatzungsmacht schwer zu leiden.
Unter anderem wurde der Alpkäse, den die Guttanner im heute noch sichtbaren und zugänglichen Speicher „bim Stein“ versteckt hatten, von den Franzosen aufgespürt und kurzerhand entwendet.
Beim Schiessanlass wird die Strasse, auf der die Franzosen gegen Guttannen marschierten überschossen.
Weitere geschichtliche Informationen können Sie aus dem Buch „Weltgeschichte im Hochgebirge“ entnehmen oder bei der Gemeindeverwaltung Guttannen erhalten.

Meiringen, im März 2000

Der Sekretär
Werner Siegenthaler

Zusammenfassung von Simon Fuhrer 2007